Facebook für mein Unternehmen? Was bringt mir das?

"Brauche ich nun Facebook für mein Business und was bringt mir das? Und was, wenn ich es falsch mache?" 

Wenn du auch hin und her überlegst, ob du dich auf Facebook-Marketing einlassen sollst oder nicht, hilft dir vielleicht mein Artikel bei der Entscheidungsfindung.

Grundsatz: "Marketing muss dort stattfinden, wo man die Zielgruppe erreicht!"

Hierzu ein paar interessante *Zahlen und Fakten von 2015 im Detail:

  • 1,39 Mrd. aktive Facebook-Nutzer
  • 700 Millionen davon nutzen Gruppen und 500 Millionen den Messenger
  • ebenfalls 700 Millionen aktive WhatsApp-Nutzer
  • 300 Millionen aktive Instagram-Nutzer
  • Täglich sind 890 Millionen Facebook-Nutzer online, …
  • … die mehr als 1 Mrd. Suchanfragen bei Facebook tätigen, ~2 Mrd. Bilder pro Tag teilen, 3 Mrd. Videos anschauen und 7 Mrd. Likes pro Tag verteilen

*Die o.g. Zahlen stützen sich auf die Facebook Investoren-Statistiken.

Sämtliche Business-Sparten haben Facebook für sich entdeckt und nutzen diese Plattform bereits zur Kommunikation von News, Aktionen, Feedbacks, Brand-/Marken-Stützung, Meinungsbildung über Produkte und/oder Service - ja sogar über Menschen, z.B.: in der Politik und in der Wirtschaft. 

Die Geschwindigkeit dieser Art der Kommunikation ist nicht zu überbieten, was bedeutet, dass es kein besseres Instrument als die Social Media gibt, falls ganz schnell etwas propagiert werden soll oder kurzfristige Aktionen geplant sind. Nirgends seid ihr näher am potentiellen Interessenten und das in Echtzeit. Dabei ist der Preis für Facebook-Kampagnen unschlagbar! Wer bereits Annoncen in den Printmedien lanciert hat, weiss wovon ich spreche. Für das Geld, das dort teilweise für einen Anzeige verlangt wird, könnt ihr die Social Media-Kanäle monatelang mit Kampagnen bewirtschaften und habt zudem auch sofort Rückmeldungen, auf die man prompt regieren kann und die ihr umgehend in euere Strategie mit einfliessen lassen könnt.

Wie bringt mir Facebook wirklich etwas?

Auf Facebook wird folgendes für Unternehmen angeboten: Privates Profil, Seite, Gruppe.

Das private Profil ist der Schlüssel, ohne welches man keine Seiten oder Gruppen erstellen kann. Mit dem privaten Profil wird dann das Werbekonto errichtet, die Zahlungsart gewählt, sowie PayPal- oder Kreditkartendetails hinterlegt. Achtung: gebührenpflichtige Kampagnen sind auf dem privaten Profil nicht möglich! Es nutzt also nichts, die Geschäftskontakte in der Freundesliste zu führen (macht man ja auch nicht)...
Habt ihr die Kontakte als "Fans" auf der "Seite", könnt ihr diese und zusätzlich alle deren Kontakte mit euren Kampagnen erreichen. Da der durchschnittliche Facebook-User ca. 347 Freunde hat, gibt das eine super Reichweite. Beim Beispiel mit 1'000 "Fans" auf der "Seite" x 347 "Freunde" erreicht ihr im Schnitt ca. 347'000 Personen mit minimalen monetärem Einsatz. Genau aus diesem Grund sollte es von grösstem Interesse sein, eine Community zu bilden. Meiner Meinung nach wird es ab 1'000 Fans interessant fanbezogene Werbe-Kampagnen zu fahren,  also sind 1'000 Fans euer erstes Goal!
Es gibt auch Kampagnen, die keine Fans voraussetzen. Diese werden dann über die Zielgruppen-Einstellungen ausgerichtet, was ich aber nicht für unbedingt erfolgsversprechend halte. Dazu mehr weiter unten im Text.

Gruppen sind Interessengemeinschaften, z.B.: Auswanderer oder Diätgruppen, die Erfahrungen austauschen, sich gegenseitig Tips geben oder einfach nur rund um eine gewisses Themen kommunizieren. Es gibt offene und geschlossenen Gruppen, so dass, wenn nötig oder gewünscht, auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutiert werden kann. Anfragen auf Aufnahme werden von Admins bewilligt, ebenso kann man durch die Einstellungen festlegen, dass Beiträge erst vom Admin geprüft und freigegeben werden müssen. Keine bezahlten Kampagnen sind möglich, jedoch gibt es seit einiger Zeit eine Verkaufsoption aber nur für private und nichtkommerzielle Verkäufer.

Fazit: eine Gruppe ist "nice to have" aber für's Unternehmen meist eher als marginal zu betrachten.

Was ist eine Community?

Deine Community sind alle Personen, die deine Seite mit "gefällt mir" markieren. Diese Leute erhalten deine News in Ihrem Newsfeed angezeigt. Seiten werden mit "gefällt mir" markiert, weil der "Fan" Bezug zum Unternehmen, Produkt, Service, Brand oder zu einer "Person des öffentlichen Lebens" hat. Beispiel: die Community vom IfFP - Institut für Finanzplanung ist bereits auf über 3'000 Personen gewachsen!

Die Fans sind praktisch deine eigene, brandaktuelle Datenbank. Brandaktuell aus dem Grund, da sie das Häkchen "gefällt mir" auch wieder entfernen können, falls sie keine weiteren Infos in ihrem Newsfeed von euch haben wollen. Es gibt auch einen anderen Weg hierfür, aber das würde jetzt zu weit führen, das alles zu erklären. Ich will hier nur einen kurzen Einblick geben.
Die Adressen in eurer "richtigen" Datenbank hingegen, dümpeln Jahre vor sich hin, bevor sich mal jemand erbarmt, diese zu bereinigen... Meist eine der Pendenzen, die immer wieder auf später verschoben werden... Stimmt's?

Wie gewinne ich Fans?

Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Ich persönlich bevorzuge einen Kombination von "Gefällt-mir"-Kampagnen, interessanten Posts, Freebies und Tips. Mit der Zeit kann man die bezahlten Kampagnen canceln aber gerade zu Beginn ist es recht zielführend, auf diesem Weg die erste 1'000 Fans zu generieren. Hier und weiter unten im Artikel gebe ich Beispiele zu den verschiedenen Aktionen:

Gefällt mir Kampagne

Website Kampagne IfFP

Tip


Wie schütze ich mich vor einem Shitstorm?

Dazu braucht es nicht viel... Im allgemeinen reicht eine gute Community vollkommen aus, um einen Shitstorm im Keim zu ersticken. Wird man von einem "Hater" öffentlich angegriffen, wird die Community in den meisten Fällen aktiv und vertreibt ihn. Sollte es dann doch mal passieren, dass sich etwas hartnäckigeres entwickelt, muss man von Fall zu Fall entscheiden.  Was immer gut kommt: ehrlich sein, Hosen runter lassen und Fehler auch mal zugeben. Die Community verzeiht, wenn man sich einsichtig zeigt.

Manchmal reicht es aber auch einfach aus zu schweigen. Wie gesagt, man entscheidet das von Fall zu Fall.

Beispiel: Nestlé, die haben das seit kurzem gut im Griff, das war auch schon anders - kein einfacher Job für den Admin!

 

Was sind FB-Kampagnen?

Es gibt verschiedene Arten von Kampagnen: "Gefällt mir"-Kampagnen, Website-Kampagnen und Werbe-Kampagnen. Die "Gefällt mir- Kampagnen werden genutzt um die Community aufzubauen und "Fans" zu gewinnen. Anhand einer Zielgruppenauswahl kann man ziemlich genau festlegen, wer die Einblendungen sehen kann. Ich persönlich wähle nicht zu viele Skills aus: Geschlecht, Alter, Wohnort sind für mich in den meisten Fällen ausreichend, da viele Leute ihr Profil nicht komplett und wahrheitsgetreu ausfüllen, ist mir die "Erfolgsquote" sonst zu niedrig. Da flutschen zu viele durch's "Raster". Die Kosten sowie die Laufzeit kann man auswählen. Nach Ende der Laufzeit bekommt man eine Benachrichtigung und den Link zu den Ergebnissen sowie die Möglichkeit, das Budget aufzustocken und die Kampagne weiterlaufen zu lassen.

Mit den Werbe-Kampagnen verhält sich das fast genau so, nur dass keine Fans geworben werden, sondern Werbung für ein spezielles Produkt oder einen Service gemacht wird. Oft ist es positiv, die Fans und deren Freunde zu bewerben - das kommt aber auf das jeweilige Produkt/den Service an. Bei Konsumartikeln ist dies meist eine gute Idee, wenn man hingegen für Special-Interest-Artikel, wie z.B.: Angelbedarf wirbt, macht es wenig Sinn, da die Freunde und Familie der Fans nicht unbedingt unserer Zielgruppe entsprechen und der Streuverlust zu gross wäre.

Die Website-Kampagnen dienen dazu, Interessenten auf die Website zu ziehen. Das Vorgehen ist wie oben bereits beschrieben.

Beachten bei allen Kampagnen sollte man die Facebook 20%-Klausel: alle Werbungen, deren Kampagnenbild mehr als 20% Text erhält, werden nicht ausgeliefert

Etwas unglücklich bin ich über den stark reduzierten, möglichen Kampagnentext. In der Kürze liegt zwar angeblich die Würze - lol - aber hier wird schon sehr stark reduziert!

Was ich auch immer irritierend finde ist, dass meine FB-Statistik-Zahlen sich immens von Google-Analytics unterscheiden. Im Zweifel vertraue ich auf Facebook: es ist einfacher zu zählen wieviel ausgeliefert wird, als festzustellen von woher etwas kommt und wieviel das ist!

Freebie-Kampagne für den Kunden IfFP

Interessanter Post zum Thema Social Media


Was kostet mich das?

Von gratis bis unendlich ist alles möglich.
Kampagnen kosten natürlich etwas, jedoch kann man diese Aktionen dem jeweiligen Budget anpassen und muss nicht immer gleich Tausende investieren. Langsam starten und sehen, wohin die Reise führt! Und am Besten: den Profi fragen oder ihn das gleich selbst machen lassen ;-)!

Wieviel Zeit muss ich investieren?

Das kommt ganz darauf an... Von 30 Minuten täglicher Bewirtschaftung bis zu 3 Stunden ist bei meinem Klientel z.B. alles möglich. Wenn noch ein Blog geschrieben wird, Events erstellt sowie Grafiken hergestellt werden, recherchiert werden muss und mehrere SM-Kanäle zum Tragen kommen, muss man schon ordentlich Zeit investieren.

Auch ans Monitoring muss man denken. Je heikler die Posts, umso engmaschiger die Überwachung der Seite. Ein "Worst-Case"-Beispiel wie man es nicht machen sollte findet du hier!
Ich regle das Monitoring über den Alert auf meinem iPhone - 24/7! Man weiss ja nie... 

Kann ich etwas falsch machen?

Es gibt nur einen Fehler: nicht beginnen! Die Social Media Kanäle beeinflussen die User rund um die Uhr. Du musst vorne mit dabei sein, mitmischen und den Dialog mit deiner Zielgruppe aufnehmen. Machst du es nicht, wird es ein anderer tun... Pech gehabt!

Ich freue mich über eure Kommentare sowie auch über andere Denkansätze. Im Marketing gibt es nicht DEN einen richtigen Weg, sondern immer verschiedene Optionen - aber genau das macht uns unique und Einzigartigkeit ist unser Ziel, sie hebt uns von der Masse ab!

Du bist noch nicht dabei? Dann JETZT anrufen und Beratungstermin abmachen 📞 +49 157 70338111! 

 

Herzlichst eure

Petra Keller

Marketingfachfrau mit eidg. FA

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